Leuchtfeuerhof
Leuchtfeuerhof

Unsere Pferde leben in einem grossen Herdenverband, so pflegen sie ihre Sozialkontakte, können sich frei bewegen, sich nach Lust und Liebe austoben und mit Artgenossen spielen. Neben einer vielseitigen Bewegung unter dem Reiter finden die Pferde auch Abwechslung und Eindrücke im Gelände.

Eine fachgerechte Versorgung jedes einzelnen Tieres ist uns besonders wichtig. So wird morgens mit den ersten Sonnenstrahlen die Gesundheit überprüft und tagsüber kümmert sich ein ganzes Team aus  Pferdewirten und Trainern um das Wohlergehen dieser sensiblen Wesen. Sie wissen genau wer wie gebürstet oder gesattelt werden mag, wer sich neben welchem Artgenossen besonders wohl oder unwohl fühlt.

Unsere Lehrpferde werden von unseren Pferdewirten gepflegt und zur Reitstunde vorbereitet. So haben sie feste Bezugspersonen, die sie auch vertrauensvoll beim Tierarzt und Hufschmied vorstellen und beim Satteln auch den Zustand und die Passgenauigkeit des Zubehörs prüfen. Unsere Pferde verbringen auch Ihren Lebensabend auf dem Leuchtfeuerhof, getreu nach dem Motto: "Einen alten Baum verpflanzt man nicht." Wir wohnen bei und mit den Pferden-diese anmütigen und faszinierenden Wesen sind unsere Passion-jeder für sich mit seinen ganz individuellen Zügen. "Unsere Pferde sind unsere große Leidenschaft..."

Wertschätzung eines Lehrpferdes

Wertschätzung eines Lehrpferdes
oder
vom Glück des Pferdes nicht alles zu verstehen

Manchmal beschäftigen uns die großen Dinge.
Manchmal beschäftigen uns die unscheinbaren Nebensätze.
Von einem, den wir aufgeschnappt haben, möchten wir an dieser Stelle einmal erzählen.

Mit dem Reiten verhält es sich wie mit dem Paartanz. Hat einer der Tanzpartner keine Lust oder beherrscht die Schritte nicht kann der andere zwar die Führung übernehmen, flüssige Harmonie und Leichtigkeit wird man aus so einer Konstellation schwer herauslesen können. Es sei denn, der unmotivierte oder unwissende Partner lässt sich auf die Hilfe seines Gegenübers ein und der Lehrende überbrückt die Mängel und erkennt die kleinen Fortschritte des schwächeren (an). So können Fehler weggelächelt werden.

Unsere Lehrpferde auf dem Leuchtfeuerhof heißen bewusst Lehrpferde und nicht Schulpferde, denn sie lassen als Lehrende die Schüler üben. Da sie nicht unsere Sprache sprechen helfen wir als Reitlehrer bei der Übersetzung, als Dolmetscher sozusagen. Und um im Schulmodus zu bleiben, jeder kennt noch den Namen seiner ersten Lehrerin der Grundschule. An den Lateinlehrer der 5. Klasse, den Mathelehrer der 8. und den Vorsitzenden des Prüfungsausschusses erinnert man sich nur aufgrund persönlicher Vorlieben - obwohl das Fachwissen der letztgenannten sicher ungleich höher war. Nur was ist höher zu bewerten? Wer hat unsere Neugier geweckt und unsere speziellen Vorlieben und Talente freigelegt? Wem gebührt das größte Lob?
Wenn wir uns ein Pferd auf Zeit aneignen sollten wir ihm zuhören. Und wir müssen mit einiger Demut das eigene Geschwätz einstellen, zu dem wir uns so gerne hinreißen lassen. Wir erinnern uns, das Pferd spricht nicht deutsch, nicht englisch, es spricht "Pferd", wie es in alten Büchern manchmal heißt. Das müssen wir uns klarmachen.
Jedes unbedachte Zügel aufnehmen kann halten, annehmen, eindrehen bedeuten - je nach den anderen Aktionen, die wir manchmal unbedacht oder überlegt zeitgleich und wohl dosiert ausführen. So manche Beobachtung hierzu vom Rand spricht Bände. Wenn beim Nachgurten oder Bügel einstellen höchste Anforderungen an den Gleichgewichtssinn des Pferdes gestellt werden und die Zügel einer Ankerkette gleich dem Schüler Halt geben. In der Lektion aber soll von außen nahezu unsichtbar sanftestes Eindrehen und minimalste Zügeleinwirkung bei gleichzeitiger Gewichtsverlagerung das Pferd beispielsweise zum Halten bringen. Das Lehrpferd beherrscht beides, der Spezialist setzt Dich wegen eines solchermaßen "schweren Ausnahmefehlers" in den Dreck. Das Lehrpferd ist emotional so gefestigt dies nicht zu tun, denn auch ein Lehrer versucht stets aus den unzureichenden Worten der Schüler das Richtige herauszuhören. Hier gäbe es noch manches Beispiel. Alleine beim Aufsitzen wären verschiedene Fallstudien zu analysieren - oder was mag das unbedachte Einsitzen noch veranlassen - außer der Aufforderung die oberen Rückenlinie schnellstens aufzuwölben um die Vitalfunktion zu prüfen. Ein Schelm wer böses dabei denkt.
Wenn man die Reiter aber hört, ist es das Mindeste für ein jedes Pferd "brav" zu sein. Ganz so wie man selbst ist. Steht nicht schon in der Bibel der Grundsatz festgeschrieben einer erhaltenen Ohrfeige damit zu begegnen auch die andere Wange hinzuhalten? Eben ganz so, wie es unserem menschlichen Naturell entspricht und wir geradezu der ideale Vorreiter sind. Oder kennen Sie jemanden der sich provozieren ließe oder gar Abwehrmaßnahmen ergreift? Womöglich schon die Arme verschränkt und sich groß aufbaut wenn sich einer nur nähert der auf Krawall aus sein könnte? Vielleicht schauen Sie mal in den Spiegel, sollte Ihnen niemand einfallen. Der Lehrer aber wird sich nicht provozieren lassen, schon gar nicht von einem, der sich nicht ausdrücken kann. Das Lehrpferd im Übrigen auch nicht.
Je besser der Reiter "spricht" um so mehr lernt man sich kennen, kommt vom "Sie" zum "Du". Es wird DICH tragen und DICH üben lassen sich auf "Pferd" fließend auszudrücken: "halte", "schreite", "trabe", "galoppiere" und zurück. Der Prophet Mohammed schrieb "fliegen ohne Flügel und siegen ohne Schwert". Apropos Schwert, es wehrt sich nur, wenn DU grober bist als es dies ertragen kann - weil es weiß, dass DU es (noch) nicht besser kannst.
Je besser DU sprichst, desto mehr Spaß bereitet es Deinem Lehrpferd sich mit Dir zu unterhalten. Je flüssiger die Kommunikation desto besser können die gestellten Aufgaben zusammen bewältigt werden und vielleicht tanzt ihr einmal zusammen, nach dem Abschluss der Grundschule, dem Bestehen der mittleren Reife und des Abiturs, durch eine Prüfung, im Paartanz - so soll es sein. Einige wenige verlassen die Schule vor der Zeit, vielleicht weil sie so viel Talent haben und ihnen alles zu langsam geht. Die meisten davon aber werden nie den Strand entlang mit wehenden Fahnen galoppieren, sondern fortan nur Artikel auf "Pferd" verstehen, die in großen Lettern verfasst sind, über viele Bilder verfügen, aber stets nur eine Oberfläche zeigen. Das nennt man heute funktionalen Analphabetismus, Hauptsache sie sitzen oben und bestimmen.
Aber auch für andere verfliegt die Zeit so schnell. Manch einer vergisst, wem er seine Entwicklung vom Mensch zum Reiter zu verdanken hat. Doch eine Unzulänglichkeit des Lehrpferdes wird nun zu seinem Schutzschild, es spricht kein Deutsch, kein Englisch. Und so kommen ihm dann nicht die Tränen wenn Reiter oder jene, die gerade irgendwo oben sitzen kalte Sätze fallen lassen wie, "den ich gerade geritten habe ist schon was anderes als so ein lahmes Schulpferd". Dann weinen stellvertretend nur die Dolmetscher...
Achtet eure Worte, denn sie verraten das Denken und bestimmen euer Handeln.

Auf unsere Lehrpferde, die eigenen und die auf Zeit angeeigneten!

Jacqueline und Frank

Wertschätzung eines Lehrpferdes

Wertschätzung eines Lehrpferdes
oder
vom Glück des Pferdes nicht alles zu verstehen

Manchmal beschäftigen uns die großen Dinge.
Manchmal beschäftigen uns die unscheinbaren Nebensätze.
Von einem, den wir aufgeschnappt haben, möchten wir an dieser Stelle einmal erzählen.

Mit dem Reiten verhält es sich wie mit dem Paartanz. Hat einer der Tanzpartner keine Lust oder beherrscht die Schritte nicht kann der andere zwar die Führung übernehmen, flüssige Harmonie und Leichtigkeit wird man aus so einer Konstellation schwer herauslesen können. Es sei denn, der unmotivierte oder unwissende Partner lässt sich auf die Hilfe seines Gegenübers ein und der Lehrende überbrückt die Mängel und erkennt die kleinen Fortschritte des schwächeren (an). So können Fehler weggelächelt werden.

Unsere Lehrpferde auf dem Leuchtfeuerhof heißen bewusst Lehrpferde und nicht Schulpferde, denn sie lassen als Lehrende die Schüler üben. Da sie nicht unsere Sprache sprechen helfen wir als Reitlehrer bei der Übersetzung, als Dolmetscher sozusagen. Und um im Schulmodus zu bleiben, jeder kennt noch den Namen seiner ersten Lehrerin der Grundschule. An den Lateinlehrer der 5. Klasse, den Mathelehrer der 8. und den Vorsitzenden des Prüfungsausschusses erinnert man sich nur aufgrund persönlicher Vorlieben - obwohl das Fachwissen der letztgenannten sicher ungleich höher war. Nur was ist höher zu bewerten? Wer hat unsere Neugier geweckt und unsere speziellen Vorlieben und Talente freigelegt? Wem gebührt das größte Lob?
Wenn wir uns ein Pferd auf Zeit aneignen sollten wir ihm zuhören. Und wir müssen mit einiger Demut das eigene Geschwätz einstellen, zu dem wir uns so gerne hinreißen lassen. Wir erinnern uns, das Pferd spricht nicht deutsch, nicht englisch, es spricht "Pferd", wie es in alten Büchern manchmal heißt. Das müssen wir uns klarmachen.
Jedes unbedachte Zügel aufnehmen kann halten, annehmen, eindrehen bedeuten - je nach den anderen Aktionen, die wir manchmal unbedacht oder überlegt zeitgleich und wohl dosiert ausführen. So manche Beobachtung hierzu vom Rand spricht Bände. Wenn beim Nachgurten oder Bügel einstellen höchste Anforderungen an den Gleichgewichtssinn des Pferdes gestellt werden und die Zügel einer Ankerkette gleich dem Schüler Halt geben. In der Lektion aber soll von außen nahezu unsichtbar sanftestes Eindrehen und minimalste Zügeleinwirkung bei gleichzeitiger Gewichtsverlagerung das Pferd beispielsweise zum Halten bringen. Das Lehrpferd beherrscht beides, der Spezialist setzt Dich wegen eines solchermaßen "schweren Ausnahmefehlers" in den Dreck. Das Lehrpferd ist emotional so gefestigt dies nicht zu tun, denn auch ein Lehrer versucht stets aus den unzureichenden Worten der Schüler das Richtige herauszuhören. Hier gäbe es noch manches Beispiel. Alleine beim Aufsitzen wären verschiedene Fallstudien zu analysieren - oder was mag das unbedachte Einsitzen noch veranlassen - außer der Aufforderung die oberen Rückenlinie schnellstens aufzuwölben um die Vitalfunktion zu prüfen. Ein Schelm wer böses dabei denkt.
Wenn man die Reiter aber hört, ist es das Mindeste für ein jedes Pferd "brav" zu sein. Ganz so wie man selbst ist. Steht nicht schon in der Bibel der Grundsatz festgeschrieben einer erhaltenen Ohrfeige damit zu begegnen auch die andere Wange hinzuhalten? Eben ganz so, wie es unserem menschlichen Naturell entspricht und wir geradezu der ideale Vorreiter sind. Oder kennen Sie jemanden der sich provozieren ließe oder gar Abwehrmaßnahmen ergreift? Womöglich schon die Arme verschränkt und sich groß aufbaut wenn sich einer nur nähert der auf Krawall aus sein könnte? Vielleicht schauen Sie mal in den Spiegel, sollte Ihnen niemand einfallen. Der Lehrer aber wird sich nicht provozieren lassen, schon gar nicht von einem, der sich nicht ausdrücken kann. Das Lehrpferd im Übrigen auch nicht.
Je besser der Reiter "spricht" um so mehr lernt man sich kennen, kommt vom "Sie" zum "Du". Es wird DICH tragen und DICH üben lassen sich auf "Pferd" fließend auszudrücken: "halte", "schreite", "trabe", "galoppiere" und zurück. Der Prophet Mohammed schrieb "fliegen ohne Flügel und siegen ohne Schwert". Apropos Schwert, es wehrt sich nur, wenn DU grober bist als es dies ertragen kann - weil es weiß, dass DU es (noch) nicht besser kannst.
Je besser DU sprichst, desto mehr Spaß bereitet es Deinem Lehrpferd sich mit Dir zu unterhalten. Je flüssiger die Kommunikation desto besser können die gestellten Aufgaben zusammen bewältigt werden und vielleicht tanzt ihr einmal zusammen, nach dem Abschluss der Grundschule, dem Bestehen der mittleren Reife und des Abiturs, durch eine Prüfung, im Paartanz - so soll es sein. Einige wenige verlassen die Schule vor der Zeit, vielleicht weil sie so viel Talent haben und ihnen alles zu langsam geht. Die meisten davon aber werden nie den Strand entlang mit wehenden Fahnen galoppieren, sondern fortan nur Artikel auf "Pferd" verstehen, die in großen Lettern verfasst sind, über viele Bilder verfügen, aber stets nur eine Oberfläche zeigen. Das nennt man heute funktionalen Analphabetismus, Hauptsache sie sitzen oben und bestimmen.
Aber auch für andere verfliegt die Zeit so schnell. Manch einer vergisst, wem er seine Entwicklung vom Mensch zum Reiter zu verdanken hat. Doch eine Unzulänglichkeit des Lehrpferdes wird nun zu seinem Schutzschild, es spricht kein Deutsch, kein Englisch. Und so kommen ihm dann nicht die Tränen wenn Reiter oder jene, die gerade irgendwo oben sitzen kalte Sätze fallen lassen wie, "den ich gerade geritten habe ist schon was anderes als so ein lahmes Schulpferd". Dann weinen stellvertretend nur die Dolmetscher...
Achtet eure Worte, denn sie verraten das Denken und bestimmen euer Handeln.

Auf unsere Lehrpferde, die eigenen und die auf Zeit angeeigneten!

Jacqueline und Frank

 

Leuchtfeuerhof

 

Jacqueline und Frank Orth 

Bohrgewanne 1 

67071 Ludwigshafen  

 info@leuchtfeuerhof.de 

Telefon: 06237/97 98 99

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